Friday, March 9, 2007

Gerhard Vasicek from Vienna, Austria






at present in Koh Wai Paradise, Thailand.

Energytherapist and Consciousness-Trainer
Qi Consultant and Spiritual Adviser

Founder of WuWeiTaiji, Lebensstrom - Energiearbeit und Selbstkontakt.




Training in:

Taiji and TCM:
Liu Hsiu Chi Academy, London
Jian Guiyan, Wushu Kwan, Canton, China
T.T. Liang, Boston
Da Liu, New York

Qi Gong:
Ming Pang, Qinghuangdao, China - Zhi Neng QG - Instructor
Liu Han Wen, Dandong, China - Chan Mi QG - Instructor
Qigong Hospital, Bedeih, China - Mi Chan Gong
Master Zhang, Tagoo Shaolin School - Nei Gong
Qigong Institute for Advanced Studies, Beijing
Wushu Kwan, Canton - Wild Goose QG
Flying Crane QG

Reiki:
Norman Rosenberg, Buddhistisches Zentrum, Scheibbs
Lama Ngawang, Master - Healer Initiation, Kathmandu, Nepal

Energy:
Michael Barnett, Wild Goose Company

Meditation:
Joshu Sasaki Roshi, Zen
Ven. Dhirawamsa, Teacher-Instructortraining, England
Rev.Genro, Zen

Tantric Initiation and Meditation:
H.H. Dalai Lama, Kalachakra, Bodhgaya, India
H.H. Sakya Trinzin, 13 Golden Initiations
H.H. Karmapa
Ven. Kalu Rinpoche, Kalachakra, Choed
Ven. Tenga Rinpoche, Kalachakra, Medicine Buddha
Ven. Ajang Rinpoche, Powa
Ven. Trango Rinpoche

Yiquan:
Andrzej Kalisz, Poland
Yao Chengguan, Beijing, China
Yu Yongnian, Beijing
Wang Jianzhong, Beijing
Cai Songfang, Shanghai

Happy to hear from you.
gerhardvasicek@gmail.com

Links von Freunden


http://www.dantianzentrum.com/, Renate Missethon
http://www.polarity-center.at,Sigrid Wieltschnig

http://www.sonamgyatso.com 


   


                                                       

 

 
 











Fragen des Taiji- und Qigong-Journals Deutschland an Pioniere des Taijiquan und des Qigong im deutschsprachigen Raum


A. - Wie sind Sie dazu gekommen, Taijiquan/Qigong zu machen?

Ich habe 1976 in Österreich, im Buddhistischen Zentrum Scheibbs gelebt und
bin mit einem Freund nach London gefahren um die dortige Buddhistische
Gesellschaft zu besuchen. Dabei bin ich auf die Academy von Master Liu Hsiu
Chi gestoßen der damals TaiJi, Qi Gong und TCM unterrichtete und bin für 2
Jahre dort geblieben, davon 1 Jahr als Mitarbeiter im Institut.


B. - Wo haben Sie gelernt?

(Siehe oben)

C. - Bei wem haben Sie zuerst gelernt und wie prägend war diese Person?


Master Liu war meine erste Erfahrung und von Ihm habe ich die Grundform des
TJ (eine Abwandlung vom Yang-Stil,64 Figuren ) gelernt ,die spaeter zur
Shambala und Wuwei-Form wurde .


Dazu noch Ba Duan Jin,Yi Chin Ching,die Grundlagen der TCM und 5
Elementelehre und sehr viel über Disziplin und Achtsamkeit.

Eine wichtige Basis für den weitere Weg.


D. - Hatten Sie Vorerfahrungen in den Bereichen Kampfkunst, Meditation,
Körpererfahrung?


Ja, ich habe GoshuRyu Wettkampfkarate, Hatha Yoga und buddhistische
Meditationen, Zen und Vipasana praktiziert.


E. -Wie hat sich Ihr weiterer Weg mit Qigong/Taijiquan entwickelt?


1979 habe ich begonnen, in Wien im Budhhistischen Zentrum Abendkurse zu
geben.


Immer im im Wechsel von weiterlernen und weitergeben.....Seminare by Al
Huang,Besuche bei Da Liu in New York, TT.Liang in Boston und der Sufi
Sommerschule von Pir Inayat Khan in den USA,.....um an der Selbstentwicklung
weiter zu arbeiten und die neuen Erfahrungen und Erkenntnisse in die Kurse
einzubringen.


Was für manche Teilnehmer oft ein bisschen frustrierend war, da sich auch
die Form des Taiji Chuan immer wieder verändert hat.


Aber Veränderung (entstehen und vergehen) kann auch Wachstum sein.


Für mich, ist Unterrichten sicherlich einer der besten Wege um zu lernen.
Da man ja selber vorzeigen muss, ist man immer sehr genau und aufmerksam in
der Ausführung, was zu einem zu einem guten Grad an Bewusstheit führt und
die Qi-Entwicklung und -Wahrnehmung sehr unterstützt. Auch muss man Fragen
beantworten die man eigentlich selber stellen würde......also ich kann es
nur empfehlen.

Nachdem TJQG damals auf großes Interesse gestoßen ist, haben wir 1984-85,
gemeinsam mit einigen Freunden, das Shambhala Taiji Zentrum in Wien
gegründet.


1986 war dann mein erster Besuch in China, gemeinsam mit Foen Tjoeng Lie,
Helga Berger und Michael Singer - guten Freunden und Kollegen auf dem Weg
der Pionierzeit.


Was mich damals im WuShu Kwan in Canton, China am meisten beeindruckt hat,
war der unglaubliche Einsatz und die Intensität, mit der geübt wurde.


Aber auch, dass man das Ganze recht sportlich betrieben hat und Begriffe
wie Qi und Dao- Philosophie oder auch TCM eigentlich nur nebenbei oder gar
nicht verwendet wurden.

Meistens gab es aber jemanden, der das konnte oder wusste und den man dann
auch gerne eingeladen hat, um uns einen Vorführung und Einführung in diese
Wege zu geben. Aber er war ein Spezialist, wo dann auch die Ehre seiner
Anwesenheit bei einem großen Dinner gefeiert wurde..........so, auch nicht
alle Chinesen sind Meister.


Was ich auch gelernt habe in China: Der, der vorne steht, ist der Meister …
was er vormacht machen die anderen nach … und dadurch gibt es die
vielfältigsten Ausdrucksformen von Yang, Chen, Wu ,Sun und einer sehr großen
Zahl von anderen Formen und Stilen, die bei uns oft meist unbekannt sind.

Deswegen muss ich die Frage nach der "richtige Form" auf eine andere Art
und Weise betrachten...

Welche Form ist die richtige FÜR MICH? ...wobei ich "mich" jetzt im Sinne
von TJ-Höchste Einheit verstehe. Welche Form gibt mir die Möglichkeiten
meine Selbstnatur und ihre Qualitäten zu entwickeln, fördern oder entdecken
oder im Sinne von Chuan, welche Übung/Methode gibt mir Qi, Kraft und Stärke
oder Leichtigkeit?


Welche Methode bringt mir körperliches Wohlbefinden, Gesundheit und
Fitness, ...beruhigt meinen unruhigen Geist und hilft mir ein gutes
Lebensgefühl zu finden?


Gibt mir guten Qi Kontakt und freien oder gerichteten Qi Flow.....?

Deswegen glaube ich, ist es wichtig sich selbst zu fragen: Was möchte ich
damit erreichen....?


In China ist TJQG ein viel bunterer Garten als bei uns ...mit fantastischen
und oft auch obskuren Ausdrucksformen und natürlich mit vielen verborgenen
Schätzen die man noch entdecken kann.


Vielleicht vergleichbar mit den USA wo ständig neue Kampf-Yoga-QG-Heilungs-
und Meditationsformen auf den Markt kommen.


Oder wie der Meister sagt, Natur des Menschen hat unendlich viel Formen
............


Auch bin ich der Meinung dass die Qualität und Meisterschaft des TJQG im
Westen nicht geringer ist als in China.


1987 habe ich dann WuWei -TaiJi gegruendet.


Wu Wei im Sinne von Wei Wu Wei, Handeln-Nicht-Handeln.


Was für mich bedeutet, natürlich zu handeln, spontan und kreativ.

Unsere Bewusstseins-Qi-Körper Ganzheit ist immer in einem bestimmten
Zusammenspiel, welches bestimmt, wie es uns geht und wie wir uns fühlen oder
uns Selbst und unsere Umwelt wahrnehmen.


Der Ansatz war, nun nicht nur über die Form zu arbeiten, sondern zu
versuchen einen direkten Einstieg ins Qi zu finden, um dem bestehenden
Bew-Qi-Koe Zustand seinen natürlichen Ausdruck finden zu lassen. Die
Ergebnisse waren von Fließen bis Katharsis.


Aufgrund dieser Erfahrungen war dann der nächste Schritt sich ganz von der
Form zu lösen und mit freiem Qi zu arbeiten. Daraus entstand dann
LEBENSSTROM....Arbeit mit Qi, für Selbstheilung und Selbstentwicklung, eine
Form von Qi-Therapie.

Ich verwende den Begriff Arbeit ganz bewusst, da Übung oft etwas ist, das
mit der Hoffnung etwas zu finden oder zu erreichen in nicht absehbarer
Zukunft ist, jedoch Arbeit ein Ziel oder Produkt im Auge hat.


Um das Jahr 2000 sind meine Kurse und Seminare dann ausgelaufen, auch hatte
ich genug vom spirituellen Markt - und beschloss, mir meinen alten Traum zu
erfüllen und zog auf die Insel.


Sich zu verlieben ist QG........ zu lieben ist TaiJi,sagt der Mönch

F. - Was würden Sie heute sagen, was Ihnen das Taijiquan/Qigong persönlich
gebracht hat?

TJQG, Energiearbeit und Meditation hat mein Leben grundlegend veraendert.

Es hat meine Wahrnehmung nach Innen und Außen erweitert und verfeinert,
mein Lebensgefühl und -vertrauen entschieden verbessert ,hat mir die Welt
des Qi geoeffnet und es gibt mir durch seine Grundregeln und die dadurch
entstehenden Anwendungsmöglichkeiten eine andere Art des Umgangs mit dem
Leben, seinen Problemstellungen und den Kontakten/Beziehungen zu den
Mitmenschen.
Es ist zu einem Lebensweg und einer Lebenseinstellung geworden.

Beziehung - man zieht an einander ? Bezieht aufeinander.......das
mitmenschliche Pushing Hands....? Auf jeden Fall wird Qi
bewegt.....Gedanken, Gefühle, Emotionen, Handlungen.....die aufgrund ihrer
Struktur, Funktion, Qualität....bestimmte Ausdrucksformen mit bestimmten
Wirkungen erzielen.Qi Zustände in bestimmten Qualitäten, die wir erkennen
können und lernen damit umzugehen.

Zum Beispiel: Geht es mir gut, habe ich einen bestimmten Qi-Zustand....bin
ich nicht so gut drauf....auch ..aber anders.....das Qi hat eine andere
Qualität.

TJQG kann mir nun helfen die Qi-Qualität so zu verändern, dass sich wieder
Wohlbefinden einstellt.


Eine der wichtigsten Übungen dafür ist Fa Sung ...das Sinken oder
Loslassen.

Da unser Biosystem auf Selbstheilung ausgerichtet ist, ist es immer
bestrebt das eine optimale Qi Versorgung besteht. Wenn es uns nun gelingt
unsere behindernden Strukturen zu lösen oder loszulassen, findet das Qi
seinen natürlichen Lauf.

Fa Sung, ist eigentlich eine simple, natürliche Aktion.
Wenn ich weiß das die Erde mich trägt, dann kann ich meine körperliche
Selbsthaltung loslassen...spüren, dass meine Füße den Boden berühren....mein
Bewusstseinsschwerpunkt sinkt.........Fa Sung......ich bin da
....senkrechtes Bewusstsein entsteht.

Oder wenn ich meine geballte Faust langsam loslasse, kehrt sie von selber
in ihren natürlichen Zustand der entspannten Hand zurück und das Qi fließt
ungestört.

Was bedeuten muss, dass der ganzheitliche Zustand immer in uns bestehend
ist - oder wenn ich alles andere loslasse kehre ich von selber zurück, zur
natürlichen höchsten Einheit - TJ.

G.- Was üben und/oder unterrichten Sie heute? Und warum gerade diese(n) Stil(e) / diese Form(en)?


Da mein Aufenthalt in dieser Welt auf die 60 Jahre zugeht, praktiziere ich
hauptsächlich Methoden, wie Langlebens-QG, stehende Säule, Yi Jin Ching und
Übungen aus dem Yi Quan, die mir helfen ein möglichst gutes, gesunden,
frohes, langes Leben und ein lebendiges, waches Daseinsgefühl zu haben.


Als aktive Form dazu verwende ich Systeme wie DaoWalk, eine
Weiterentwicklung von Taoist Walking in Kombination mit meditativem
Präsent-Sein und einfachem Atem Qi-Training.

Für Selbstheilung und Qi Entwicklung, Nei Gong und einfache Qi-Stärkungs-
und Flow-Übungen in Verbindung mit einer von mir entwickelten Methode -
SELBSTKONTAKT - Arbeit mit Bewusstsein und Spirit-Shen.

H. - Hat sich Ihrer Erfahrung nach die Schülerschaft in ihrem Verhalten und
mit ihren Erwartungen verändert?

Schülerschaft ist ein etwas schwieriger Ausdruck für mich.
Ich sehe es als Menschen, die zu mir kommen um mit mir zu üben oder zu arbeiten-
Natürlich hat die Vermarktung auch Einzug ins TJQG gehalten hat. Was aber
wahrscheinlich auch erheblich zu seiner Verbreitung und zur Erweiterung des
Angebotes beigetragen hat.

Und jetzt gibt es auch eine neue Generation von TJQG-Übenden, die
sicherlich auch neue Ansprüche und Erwartungen einbringen wird.


Die höchste Einheit.....ist der Wandel......?...fragt der Schüler.

I. - Wie sehen Sie die Veränderungen in der Qigong/Taijiquan-Szene über die
letzten Jahrzehnte?


Ich glaube die erste große Veränderung war, als der Martial Art Aspekt mehr
zur Bedeutung kam.Zuvor wurden hauptsächlich die Gesundheitlichen und
Meditativen Seiten des TJQG praktiziert.
Da ich aber vor 10 Jahren aufgehört habe zu unterrichten und in Asien lebe,
fehlt mir leider der Einblick in die derzeitige Situation.


J. - Haben Sie den Eindruck, dass Qigong/Taijiquan in der Gesellschaft
angekommen sind? Was spricht dafür, was dagegen?

Ich glaube durchaus, das TJQG in der Gesellschaft angekommen sind und auch
zu einer gewissen Modeströmung geworden sind wie auch Yoga.
Aber es erreicht dadurch auch eine große Teilnehmerschaft was sicherlich
auch eine positive Wirkung in der Gesellschaft bringt, und wer davon berührt
wird hat auch die Möglichkeit den Weg weiterzugehen.

Prozentual gesehen, praktizieren in China sicherlich auch nicht mehr Leute
TJQG als in Deutschland oder den USA.

K. - Was ist Ihrer Meinung nach wichtig für die weitere Entwicklung des
Qigong/Taijiquan?

Ich glaube, das die Entwicklung sich gut entwickelt.........Und als
Anregung wuerde ich einbringen,das es wichtig ist in der Übung immer alle
drei Aspekte des Qi -Jing,Qi und Shen zu praktizieren.

L. - Wie viel üben Sie zur Zeit ungefähr für sich?

Um die 2 -3 Stunden am Tag.

M. - Hat sich Ihre Einstellung zum Taijiquan/Qigong im Laufe der Zeit
verändert?

Natürlich, die Einstellung ändert sich mit der Erfahrung, dem Erleben und
den Erkenntnissen, die daraus entstehen. Man kommt über die Form zur
Nicht-Form....dem Qi-Zustand......(Ganzkörper- und Daseinsbewusstsein, Free
Flow...) und über den Flow zum Licht. Die Chinesen nennen es Jing -Qi und
Shen..oder Stärke, Kraft + Flow und inneres Leuchten. Diese
Bewusstseinszustände sind aber eigentlich nur lebbar, wenn man ständig
unterrichtet, behandelt oder irgendwo auf einer einsamen Insel
sitzt.........

N. - Gab es eine Situation in Ihrem Leben, wo die Kenntnis von
Taijiquan/Qigong von besonderer Bedeutung war?

Es ist eher die Kenntnis und Anwendung von Qi, die in Situationen von
Unfällen, Verletzungen und für Selbstheilung zur Bedeutung kam.

Und der Zustand des senkrechten Bewusstseins, des Präsent-Seins der eine
ausgezeichnete Anwendung als Selbstverteidigung findet.

Das tägliche Pushing Hands in Beziehung und Alltag.

Und das innere Leuchten zur täglichen Selbstheilung.

O. - Welche Übungen können Sie besonders im Alltag anwenden?


Fa Sung, das Loslassen, das mir sehr hilft mich aus Zuständen und
Situationen zu lösen und in guter Verbindung mit mir Selbst zu bleiben.

Und es sind oft weniger die Übungen als die Erfahrung, die man damit
gewonnen hat, die ihre Anwendung im täglichen Leben finden.....siehe auch
vorige Frage.

P. - Können Sie sich vorstellen, noch mal was ganz anderes zu machen?

Ganz was anderes vielleicht nicht.

Aber mich würden Projekten interessieren, die TJQG als Heilungs- oder
Selbstheilungsweg zum Inhalt haben - Übungen zur Aktivierung der
Selbstheilung - und zur Stärkung und Bewusstwerdung des Qi, der
Selbstheilungskraft.

Q. - Wen und was würden Sie auf die „berühmte einsame Insel” mitnehmen?

Da ich zur Zeit einen großen Teils des Jahres auf einer Insel verbringe
(Koh Wai, Paradise in Thailand ) sind es hauptsächlich praktische
Sachen..eine gute Hängematte .... Schnorchelausrüstung ..... eine Strohmatte
für den Strand ...gute Sandalen und Flipflops ..... ein Kokosnussmesser,
einen guten Mosquito-Catcher ..... viel Freude an und Interesse für die
Natur im Meer und im Dschungel … tolle Sonneuntergänge... die Bereitschaft
am Morgen aufzuwachen und den ganzen Tag nichts zu tun zu haben .... und
einen lieben Menschen, mit dem man das alles teilen kann........Fa Sung in
Reinkultur ....... da freut sich das Tao.

R. - Welches Thema beschäftigt Sie im Rahmen des Qigong/Taijiquan zur Zeit
besonders?

Bitte teilen Sie Ihre Gedanken und Erkenntnisse dazu mit unseren
LeserInnen.

Das Thema das mich besonders beschäftigt sind TJQG als Lebens- und
Lebendigkeitsübung und die Anwendung und Umsetzung von dem was ich gelernt
und erfahren haben im (täglichen) Leben.

Und die daraus entstehenden Fragen...was ist Leben ?....was ist Qi..?...was
ist Krankheit, was ist Heilung...?..was ist Erleuchtung...?

Es heißt, wir leben im Qi wie die Fische im Wasser .....was bedeutet das
für mich und mein Leben und die Übungseinstellung...?

Yin/Yang...TJ....Wu Qi, Dao.....wie komme ich da hinein mit unserer
christlich, wissenschaftlichen, intellektbetonten Lebensanschauung......?

Viele Menschen bei uns wissen oder glauben nicht mehr, dass es eine Seele
gibt...?

Doch ich glaube, Seele und Qi haben eine sehr direkte Verwandtschaft.

Hier in Asien leben noch viele Menschen entsprechend der Natur ihrer Seele.

Was natürlich die wirtschaftliche Entwicklung nicht vorantreibt, wenn die
Menschen ihr Leben entsprechend ihres Wohlbefindens entscheiden....das hat
jetzt nichts mit Faulheit oder Dummheit zu tun...ganz im Gegenteil, es
erfordert ein hohes Maß an Geschicklichkeit...(stark und biegsam wie ein
Bambus), Aufmerksamkeit (Wachheit) und Präsenz (Dasein) und innerer Stärke
(Wissen im Umgang mit Emotionen, Gefühlen, Gedanken, Verhaltensformen) und
äußeren Energien (dem Ausdruck derjenigen), um auf diese Art und Weise
überleben zu können. Ebenso wie große Toleranz und Akzeptanz (Pushing Hands,
mein Gegner ist mein Partner....) ....um ein Pushing Hands zu finden, das
das Leben überlebensmöglich und lebenswert macht.

Aus dem Verständnis der Einheit von Körper, Qi-Seele und Geist kann ich
auch sehen, dass eigentlich jeder Mensch sein eigenes TJQG im Leben
praktiziert auf seine Art und Weise und durch die Erfahrung des eigenen
Trainings und vielleicht auch meinen Platz in dem großen Spiel erkennen.

In welchen Zustand „fließe ich gut“ oder finde Kraft oder ist mein Geist
offen und klar.

Welche Situations-Umstände, schaffen mir Unbehagen...wie kann ich damit umgehen?

Was ist zu tun damit das Qi (besser) fließt, oder das Lebendigkeit und
Selbstheilung im System entstehen kann?

Oder was passiert im Qi, Bewusstsein, Körper...ob ich die Hand so halte,
die Beinstellung so...die Bewegung vertiefe oder...erweitere... die
Geschwindigkeit verändere und die Intensität variiere...?

Wie fühle ich mich dabei...?

Es heißt, der Geist führt das Qi das Qi führt den Körper .....oder der
Körper folgt dem Qi, das Qi folgt den Gedanken-Intellekt-Geist......also
scheint der Geist Ursprung des Problems zu sein ...wie man denkt......aber
wem folgt der Geist...?

Denken wird in vielen Traditionen als Sinn gesehen, sowie Sehen, Hören,
Riechen, Tasten, Schmecken und Spüren.....
Doch die Buddhisten sagen.....der Geist in seiner natürlichen Form...ist
leuchtende Leere und Klarheit.....Wu Qi..?..... eine gute Anwendung für Fa
Sung...

Im Westen besteht oft das bestreben Yin/Yang zu harmonisieren in der Form
von 50/50,
Jedoch das Zeichen von YY, das eigentlich TJ heißt repräsentiert Bewegung,
Wechsel Veränderung.....und es zeigt an, das Harmonie nicht nur 50-50 heißen
kann sondern auch 90-10.......auch diese Grundregel scheint mit der Lehre
des Buddha übereinzustimmen.....Nicht anhaften, lasse los, Festhalten führt
zu Leiden.

TJ heißt die höchste Einheit.....die Einheit von Yin und
Yang......?.......Kann es sein das die höchste Einheit, Wechsel, die
Veränderung ist....?...Was ist dann wirklich, was ist dann fest...Worauf
können wir uns verlassen......?

Wenn in unserem TJQG Spannung und Entspannung, vor und zurück, nach oben
und nach unten, nach innen und nach außen....dann praktizieren wir Y+Y. Wenn
wir das lange genug machen dann entsteht Qi und Qi-Erleben....in Form von
Fluss oder Kraft, Licht, Wärme und Vibration. Es entsteht
Ganzkörperwahrnehmung und Daseins und Qi Gefühl.....TJ die höchste
Einheit...von Körper, Seele-Qi und Geist...?

Das Tao.......ich glaube das Dao ist so etwas wie TJQG...die höchste
Einheit in der Lebendigkeitspraxis und Lebens-QG.....so etwas wie
.......leben.....

Daher heißt es wahrscheinlich auch ......dem Tao kann man nicht
entkommen.....?!

Früher oder später kommt die Frage nach dem Sinn des Lebens.
Nachdem aber eigentlich niemand wirklich sagen kann, dass Er/Sie es weiß,
heißt das wahrscheinlich, dass es uns selbst überlassen ist............

Ich glaube ...hier beginnt Freiheit......

Zur Zeit bin ich in Nordindien in den Bergen, sitze auf der Dachveranda und
schaue übers Kullu-Tal.......Qi(Gong) in großer Vielfalt....der Fluss, der
Himmel, die Berge,
die Menschen, das Grün, der Wind, Geräusche, Farben, Bewegung........

Alles wächst und alles gedeiht seiner und der Natur entsprechend ......die
Bäume wachsen nach oben, die Äpfel fallen nach unten......TaiJi, die höchste
Einheit....

Und irgendwo da zwischen drin und überall ist das Dao,sagt die Meisterin.

Daten:

Gerhard Vasicek

Jahrgang 1953

Ausbildung(en)

Ursprüngliche Ausbildung - Maschinenbauingenieur
Taiji and TCM:
Liu Hsiu Chi Academy, London,1976-78

Jian Guiyan, Wushu Kwan, Canton, China

T.T. Liang, Boston

Da Liu, New York

Qi Gong:
Ming Pang, Qinghuangdao, China - Zhi Neng QG - Instructor
Liu Han Wen, Dandong, China - Chan Mi QG - Instructor

Qigong Hospital, Bedeih, China - Mi Chan Gong

Master Zhang, Tagoo Shaolin School - Nei Gong

Qigong Institute for Advanced Studies, Beijing

Wushu Kwan, Canton - Wild Goose QG

Flying Crane QG

Reiki:

Norman Rosenberg, Buddhistisches Zentrum, Scheibbs
Lama Ngawang, Master - Healer Initiation, Kathmandu, Nepal


Energy:

Michael Barnett, Wild Goose Company


Meditation:

Joshu Sasaki Roshi, Zen

Ven. Dhirawamsa, Teacher-Instructortraining, England

Rev.Genro, Zen


Taijiquan/Qigong seit wann/bei wem

siehe oben..


eigene Lehrtätigkeit seit: 1979